Neu: Berichte aus dem landwirtschaftlichen Wochenblatt und der top agrar kritisch gesehen

25.03.2017

Zwei typische Berichte aus der top agrar, die wieder einmal zeigen, dass die Landwirte nichts verstanden haben! Sie protestieren gegen den Willen des Umweltministers Remmel, die neue DüngeVO zu Gunsten der Menschen und der Natur in den viehdichten Regionen zu verschärfen!

top agrar Remmel Landwirte DüngeVO

top agrar Röring DüngeVO

Unsere Meinung dazu:

Die Landwirte haben immer noch nicht verstanden, dass sie mit ihren riesigen Güllemengen unsere Gesundheit gefährden! Von Herrn Röring erwarten wir schon lange nichts Gutes mehr. Er gehört zu den Gewinnern der falschen Landwirtschaftspolitik. Er wird überleben, während immer mehr bäuerliche Betriebe aufgeben müssen!

30.01.2017

Ein kritischer Bericht aus dem landwirtschaftlichen Wochenblatt zur Arbeit des Bundeslandwirtschaftsministers:

LWB Minister Schmidt kritischer Bericht!

Unsere Meinung dazu:

Recht hat der Redakteur! Christian Schmidt ist wohl der schwächste Landwirtschaftsminister aller Zeiten, er läuft mit seinem Tun nur der falschen Politik der landwirtschaftlichen Verbände hinterher und trägt dazu bei, dass immer mehr landwirtschaftliche Familienbetiebe aufgeben müssen

 

Fragen aus dem landwirtschaftlichen Wochenblatt, die die Probleme in der Landwirtschaft widerspiegeln. Die Antworten können leider nur von Abonnenten der Zeitung eingesehen werden.

Aussage aus dem Bericht des LWB Digitalisierung – Leute da passiert was

http://www.wochenblatt.com/landwirtschaft/nachrichten/die-digitalisierung-noch-ein-flickenteppich-12055.html

“Weniger als 10 % der ausgebrachten Pflanzenschutzmittel erreichen überhaupt eine kranke Pflanze”.

Pferde mit Leberproblemen

Mehrere Pferde bei uns im Stall haben erhöhte Leberwerte. Auf der Suche nach Ursachen ist nun im Heu ein Nitratwert von 6500 mg/kg in der Trockensubstanz gemessen worden. Zuvor haben wir Stroh und Heu auf Pilzsporen untersuchen lassen sowie das Stadtwasser auf Keime und das Kraftfutter und Mineralfutter weggelassen. Orientiere ich mich an den Nitrathöchstgrenzen im Tränkewasser, ist der Wert im Heu deutlich zu hoch.

Rattengift kaufen: Sachkundenachweis?

Mein Mann ist nach dem Sachkundenachweis Pflanzenschutz gefragt worden, als er Rattengift kaufen wollte. Für Rodentizide der 2. Generation brauche man den Sachkundenachweis, das sei auch im QS-System Vorschrift. Ist das richtig? Im Internet bekomme ich jedes Rattengift problemlos zugeschickt, da überprüft keiner den Privatmann.

Blut- oder Fleischsaftproben?

Beim Salmonellenmonitoring kann man zwischen Blut- und Fleischsaftproben wählen. Von meinem Futtermittelberater habe ich gehört, dass die Ergebnisse bei den Blutproben niedriger sind. Da ich beim Salmonellenstatus in Kategorie 2 abgerutscht bin, überlege ich daher, auf Blutproben umzusteigen.

Keine Bienen – keine Kirschen?

Wir haben drei ältere Kirschbäume mit mächtigen Kronen, die jedes Jahr üppig blühen, aber nie Kirschen tragen. Die Bäume stehen an der Nordseite, etwa 70 m von einem bewaldeten Hügel entfernt. Kann es sein, dass die Bienen dort nicht hinkommen?

QS-Sperre wegen „null“ Antibiotika?

Anfang April wurde mir mitgeteilt, dass ich die Lieferberechtigung für das QS-System verloren habe. Als Grund wurde mein fehlender Antibiotika-Einsatz angegeben. Was ist da los? Ich habe die Meldeverpflichtung doch an meinen Hoftierarzt übertragen?

Stuten werden schlecht tragend

Ich betreibe seit über 30 Jahren eine kleine Pferdezucht. In den vergangenen Jahren kommt es häufiger vor, dass einige Stuten schlecht tragend werden bzw. nach kurzer Zeit resorbieren oder aber dass es zu einem Trächtigkeitsabbruch nach fünf Monaten kommt. Vor fünf Jahren habe ich die Wiesen mit Simplex gegen Unkräuter behandelt. Kann sich das Herbizid auch auf den Hormonhaushalt der Pferde negativ auswirken?

Erhöhter Eisenwert im Tränkewasser

Wir haben das Tränkwasser unserer Pferde untersuchen lassen und einen erhöhten Eisenwert festgestellt. Er lag bei 3,66 mg/l. Kann dieser Wert ein Problem für die Gesundheit unserer Pferde darstellen? Uns ist aufgefallen, dass sie in der vergangenen Zeit häufig krank sind und ihr Futter schlecht verwerten. Gibt es einen Zusammenhang?

12.11.2016

Bericht im Landwirtschaftlichen Wochenblatt über das neue Naturschutzgesetz NRW

bericht-naturschutzgesetz-lwb

Unsere Meinung dazu:

Die Landwirtschaft hat offenbar noch immer nicht verstanden, dass Naturschutz zwingend für die Lebensgrundlagen der Menschen in diesem Land ist. Darum geht es und nicht um Gängelei der Landwirtschaft. Es geht um Forderungen aus dem Grundgesetz „jeder hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit“ und es geht um die künftige Ernährungssicherheit. Drei Aussagen aus einer Studie des Umweltbundesamtes zum Erfolg des Naturschutzes in der Landwirtschaft machen dies mehr als deutlich:

  • Keines der Umweltziele ist in der Landwirtschaft auch nur annähernd erreicht! Es bedarf um so größerer Anstrengungen, um i.S.v. § 20a GG die Lebensgrundlagen für künftige Generationen zu sichern!
  • Die Degradierung der Bodenfruchtbarkeit kann langfristig gravierende Folgen für die Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit haben!
  • Deutschland hat keine Umweltqualitätsziele aufgestellt! In Natur- und Bodenschutz fehlt es weitgehend an quantitativ und qualitativ konkretisierten Zielen!

Und die Einlassungen vom Bauernpräsidenten Röring in dem Bericht zu den freiwilligen Leistungen der Landwirte im Agrarumweltschutz müssen geradezu als Hohn gesehen werden, wenn man sich die realen Zahlen der EU-Förderung ansieht. Ca. 127 Millionen EU-Förderung haben die Landwirte im Münsterland 2015 bekommen und gerade mal 3,3% dieser Summe wurde für Agrarumweltmaßnahmen eingesetzt und beim Gewässerschutz ist es noch schlimmer, da sind es mal gerade 0,19% und beim Tierschutz 0,53 %. Von dem Willen der Landwirte im Natur-, Gewässer- oder Tierschutz wirklich etwas zu bewirken, ist da nicht viel zu merken.

 

30.08.2016

Laut Hinweis werden in der top agrar aktuell Werbeanzeigen für Pflanzenschutzmittel geschaltet:

Unsere Meinung dazu:

Wenn es sich für die Firmen lohnt, Anzeigen in der top agrar zu schalten, müssen wir wohl davon ausgehen, dass die genannten PSM in der Landwirtschaft auch vielfach eingesetzt werden. Daher hier die Aussagen aus den Datenblättern des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zu diesen PSM. Sie werden alle als umweltgefährlich, und gesundheitsschädlich bezeichnet. Können z.T. Allergien auslösen, schwere Augenreizunen hervorrufen, sind sehr giftig für Wasserorganismen, Fische, Fischnährtiere, dürfen nicht ins Wasser gelangen, da sie dauerhafte Schäden verursachen usw. Die Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen zu den PSM können Sie unter foldendem Link nachlesen:

Werbeanzeigen in der top agrar

Wir fragen uns zum weiderholten Mal: kennen die Anwender diese Warnhinweise? Wissen sie überhaupt was sie da tun?

Berichte aus der  unabhängigen Bauernstimme

 

http://www.bauernstimme.de/unabhaengige-bauernstimme/aktuelle-ausgabe/details/article/keine-lockerung-der-andienungspflicht.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=772&cHash=7c878c0293cdd3f720bce6920ec7ab1f

Keine Lockerung der Andienungspflicht

Es wäre eine Chance gewesen, die Landwirte aus der Engen Bindung an die Molkereien zu befreien. Doch der Bundesrat sprach sich am vergangenen Freitag gegen eine Aufweichung der Andienungspflicht aus. Diesbezüglich Druck gemacht hatte zuvor auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt

Andienungspflicht

Unsere Meinung:

Die Industrie hat gegen die Milchviehbetriebe gesiegt!

 

http://www.bauernstimme.de/unabhaengige-bauernstimme/aktuelle-ausgabe/details/article/stoppt-patente-auf-pflanzen-und-tiere.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=772&cHash=37fb042ccb28c94f35d207e8e3a7a835

 Wir demonstrieren für unser Lieblingsgemüse!

29. Juni 2016, 11 Uhr – 14 Uhr  Europäisches Patentamt in München, Bob van Benthem Platz 1

Die europäischen Patentgesetze verbieten es, Pflanzensorten und Tierarten sowie die konventionelle Züchtung von Pflanzen und Tieren zu patentieren. Das Europäische Patentamt (EPA) unterläuft diese Verbote vollständig und immer wieder

EU Parlament und Pflanzenpatente

Unsere Meinung:

Wie immer hat auch die Industrie gesiegt:  Also auf zur Demo!

 

Berichte aus der top agrar

Der Newsletter der top agrar zum Pflanzenschutz

http://news.topagrar.com/i/archive/ri9vH1QXdPU/1?lang=pt

Unsere Meinung:

Es wird mehr als deutlich, es geht vielfach um Prophylaxe. Spritzen bevor die Krankheit oder der „Schädling“ nachzuweisen sind. Leider kann man die Artikel als Verbraucher nicht lesen, da sie zum internen Bereich nur für Abonennten gehören.

Wir wüssten aber gerne, ob die top agrar auf die Warnhinweise aus den Datenblättern des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hinweist, ob die Zeitung dazu beiträgt, nicht nur die Gesundheit der Landwirte und deren Familien zu schützen sondern auch von uns allen?

Immerhin findet man den Hinweis darauf, dass man bei Glyphosat auf die geänderte Begrenzung des Wirkstoffeinsatzes achten muss. Ob jedoch der Gesundheitsschutz auch eine Rolle bei dieser Empfehlung spielt, wissen wir nicht?

Auch der Hinweis darauf, dass Wintergetreidesaatgut in Deutschland nicht mehr mit Neonicotinoiden behandelt sein darf, findet sich. Ob sich allerdings auch Aussagen von BVL wie:

 

  • Umweltgefährlich
  • Darf nicht ins Wasser gelangen, verursacht dauerhafte Schäden
  • Sehr giftig für Wasserorganismen
  • Kontakt vermeiden, bei Missbrauch – Gesundheitsschäden
  • gesundheitsschädlich
  • giftig für Fische und Fischnährtiere
  • Gesundheitsschädlich beim Verschlucken, sofort Arzt aufsuchen und Etikett mitnehmen
  • Gesundheitsschädlich beim Einatmen
  • Behandelte Fläche erst nach Abtrocknen betreten
  • schädigend für Raubmilben, Laufkäfer, Florfliege, Siebenpunktmarienkäfer, Brackwespe
  • Schädigen für Bestäuberinsekten, darf nur in den Abendstunden angewendet werden
  • Darf an Blütenpflanzen, die von bienen angeflogen werden nicht zusammen mit Fungiziden angewendet werden (gilt auch für Wildkräuter)
  • Verdacht auf krebserregende Wirkung
  • Bei Gebrauch Schutzkleidung tragen
  • Fläche auch 48 Stunden nach der Anwendung noch mit Schutzkleidung betreten

finden, ist uns nicht bekannt.

 

Bericht über die Gefühle der Schweine

top agrar Gefühle der Schweine

Unsere Meinung:

Wie sich Schweine in der konventionellen Haltung (in kleinen, mittleren und großen Betrieben) fühlen hat eine Dissertation von der Universität Göttingen deutlich gezeigt:

 

  • teilweise erhebliche Mängel bei der Wasserversorgung
  • bei 60 Betrieben wurde Bursitis bei den Schweinen (34,7 %-Schleimbeutelentzündung)
  • Verschmutzungsgrad der Tiere nahm signifikant bei zunehmender Tierzahl zu
  • 40% der Ställe waren nach NutztierhaltungsVO überbelegt
  • nur 29,1% der Tiere insgesamt genügten dem Grund satz „der guten Gesundheit“
  • 10,5 % der Tiere in allen 60 Betrieben wiesen Verletzungen auf
  • veränderte Lungen wiesen 4,3 % der Tiere in kleinen Betrieben auf, 11,6 in mittleren Betrieben und 10,7 % in großen Betrieben
  • artgerechnetes Verhalten lage bei nur 30 %
  • schlechte Bewertung für den emotionalen Zustand der Tiere
  • das Tierwohl-Niveau war in allen Betrieben als niedrig zu bezeichen
  • die beiden Grundsätze Verhalten und Gesundheit erreichen nur ein kritisch niedriges Niveau
  • die Mortalitätsrate betrug 2,5% auf großen Höfen 2,7%, die Warnschwelle liegt her bei 2,5%
  • die hohen Verschmutzungs- und Verwundungsgrade waren erheblich, sie wiesen auf Defizite in der konventionellen Mästung hin

 

 

Bericht zum geplanten Tierschutzlabel der Bundesregierung

top agrar Tierwohllabel Bundesregierung

Unsere Meinung:

Schon wieder ein Blindschuss des Bundeslandwirtschaftsministeriums, dass geplante Tierwohllabel soll sich nicht an Haltungsbedingungen orientieren und die Teilnahme der Landwirte wird freiwillig sein. Das geht mal wieder komplett am Wunsch vieler Verbraucher vorbei! Wie es da zu mehr Tierschutz führen soll und sich die Haltungsbedingungen verbesssern sollen, versteht wohl nur der Minister? Es ist mal wieder eine Planung für die Konzerne und damit gegen den Verbraucher und gegen die Tiere.

Und die top agrar freuts!

Bericht zur Feldrandhygiene

PM abl Feldraine

Unsere Meinung:

Dieser Artikel zeigt wieder einal deutlich, dass wesentliche Fakten fehlen. Martialisch ist die Sprache. Es ist von Ungras die Rede, das erinnert uns stark an „unwertes Leben“, Gräser, die keinen finanziellen Nutzen für die Landwirte haben, aber durchaus eine wichtige Rolle für andere Lebewesen wie Kleinsäuger, Vögel und Insekten haben können!

Völlig vergessen wird aber die Frage, wem gehören die Feldraine und Wegerandstreifen? Die Eigentümer sind oft die Gemeinden. Und wenn das so ist, wird durch intensive Bewirtschaftung nicht nur ein Schaden an der Natur angerichtet, sondern auch ein Geldwert-Vorteil erwirtschaftet, der eigentlich extra versteuert werden müsste.

Wir fordern daher die Landwirte dazu auf: Bewirtschaften Sie nur die Flächen, die Ihnen auch gehören!

 

Bericht aus der top agrar: Kritik an Schulbuch über Landwirtschaft

http://www.agrarheute.vom/news/massentierhaltung-maisanbau-co-schulbuch.kritik

Zwei Aussagen aus diesem Buch, die in dem Bericht zitiert werden:

-dass “sehr viele Tiere auf engem Raum gehalten werden, um Fleisch, Eier und Milch zu bekommen”, so AgE. Die Tiere könnten sich nicht artgerecht bewegen und würden in solch einer Umgebung “krank und verhaltensgestört”.  Stimmt doch!

-Für die Tierzucht werde auf den Feldern inzwischen “überwiegend Mais angebaut”. Der benötige chemische Mittel. Zudem nähmen die vielen Maisfelder “heimischen Tieren und Pflanzen den Lebensraum weg”. Stimmt doch!

Unsere Meinung dazu:

Der Oldenburger Schulbuchverlag hat in diesem Buch die reale Welt der Industriellen Landwirtschaft mit all ihren Folgen für die Lebensgrundlagen der Kinder dargestellt und gleichzeitig auf die gesündere Form der Ernährung hingewiesen. Wir fragen uns, was soll daran falsch sein? Zunehmende Umweltbelastungen durch den Einsatz von Pestiziden und Medikamenten in der Tiermast und im Acker- und Obstanbau belasten die Gesundheit der Kinder, zunehmende Gewichtsprobleme durch falsche Ernährung bei Kindern belasten ebenfalls deren Gesundheit und zukünftig die Allgemeinehit durch steigende Gesundheitskosten.

Gleichzeitig konnte man in der Zeitung lesen, dass der WLV Schulbücher in den Grundschulen des Kreises Borken verteilt, ob in diesen Büchern den Kindern die Möglichkeit gegeben wird, sich realisitisch mit der Landwirtschaft auseinanderzusetzen, kann hier wohl stark angezweifelt werden.

Warum vertrauen wir nicht dem Denkvermögen unserer Kinder und stellen ihnen beide Sichtweisen realistisch dar? Wie es allerdings bei Kindern ankommt, wenn sie erfahren, dass Mastschweine in der „modernen Fleischproduktion“ nicht einmal mehr ein halbes Jahr alt werden dürfen und Hähnchen mal gerade noch 5 Wochen, kann man sich nur unschwer vorstellen!

 

 

Bericht zu einer Studie aus der Schweiz: Klassische Rinderhaltung ökologischer als Weidehaltung

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Studie-Klassische-Rindermast-oekologischer-als-Weidehaltung-3814430.html

top agrar Weidehaltung

Unsere Meinung:

Dieser Bericht ist wieder mal ein Beispiel für die manipulative Berichterstattung der landwirtschaftlichen Medien. Den Landwirten soll hier suggeriert werden, dass die Intensivmast weniger Umweltbelastungen hervorruft als die artgerechte Tierhaltung. Doch

  1. wurde die Studie im Auftrag von Mircarna, einem der größten Lebensmittelhändler der Schweiz in Auftrag gegeben, dem ja eher an den Preisen für Fleisch gelegen sein dürfte
  2. widerspricht sich die Studie in ihren Äußerungen selber: „Zwar verursachen die Tiere durch ihre extensive Haltung (Weidehaltung) pro Tag weniger Umweltauswirkungen
  3. ist es ein feststehender Fakt, dass die Qualität bei Fleisch aus langsamer Mast viel höher ist
  4. ist der Einsatz von Medikamenten in der Intensivmast viel höher, was zu zusätzlichen Gewässerbelastungen führt und deren Rückstände in die Nahrungskette geraten können

Schon die Überschrift ist eine Manipulation und eine Irreführung der Landwirte, sie suggeriert den Landwirten, dass die Intensivtierhaltung keine Umweltprobleme macht, was in den s.g. Veredelungsregionen längst widerlegt ist.

top agrar Grünland

Unsere Meinung:

Ein typisches Beispiel dafür, dass Klima- und Artenschutz bei dieser Regierung eigentlich keine Rolle spielen. Da hat die Bundeskanzlerin und damit die Regierung die Dekade der Biodiversität ausgerufen und in Hochglanzbroschüren aufgezeigt, was man alles machen wollte (!) und was kommt am Ende wirklich dabei heraus? Der Grünlandumbruch wird erleichtert und der bereits unrechtmäßig durchgeführte Umbruch nachträglich legalisiert! Damit verschwindet auch weiterhin Lebensraum für unzählige vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere.

top agrar Glyphosat

Unsere Meinung:

Da steht es schwarz auf weiss: die CDU/CSU ist für Glyphosat und hat dabei eher das Wohl der Agroindustrie, als das Wohl der Menschen im Blick.

top agrar Aufsichtsratsvorsitzender der agravis

Unsere Meinung:

Und weiter wird die Verfilzung von Politik und Agroindustrie vorangetrieben. Der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag Holzenkamp wird Aufsichtsratsvorsitzender bei der agravis. Damit ist er laut Aktienrecht dem Wohl des Unternehmens verpflichtet. Ob er da noch zum Wohl der Bevölkerung entscheiden kann? Nein, natürlich nicht und das, obwohl er bei seiner Vereidigung als Bundestagsabgeordneter gerade das geschworen hat!

Aussagen die uns schockiert haben

Unsere Meinung:

Für die top agrar sicher eine ganz normale Aufzählung von statistischen Daten, für uns schockierende Realität:

Bundestagsmehrheit für Glyphosat

Unsere Meinung:

Selig sind die Dummen, denn sie wissen nicht was sie tun – gilt in diesem Fall sicher nicht, denn die gesundheitlichen Folgen dieser Fehlentscheidung tragen wir alle. Das von der WHO als wahrscheinlich krebserregend eingestufte Glyphosat, darf jetzt wahrscheinlich bis 2031 weiter zur Arbeits- und Zeitersparnis der Landwirte auf die Felder aufgebracht werden. Das freut Monsanto und Co.

 

Berichte aus dem landwirtschaftlichen Wochenblatt

Bericht: Gewässer zurück zur Natur

LWB Gewässer zurück zur Natur

Unsere Meinung:

Dem Redakteur ist in seinem Bericht ein entscheidender Fehler unterlaufen. Ursprünglich hatte die EU für die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) das Jahr 2015 für die Erreichung des guten ökologischen Zustandes aller Gewässer vorgegeben! Leider hat die mangelnde Bereitschaft der Landwirte dazu geführt, dass dieses Datum verschoben, verschoben und verschoben wurde. Jetzt ist es also 2027 – ein Vertragsverletzungsverfahren der EU mit hohen Strafzahlungen wird kommen! Und die Kosten muss dann wieder die Allgemeinheit und nicht die Verursacher tragen!

Übrigens bekommt die Landwirtschaftskammer seit 2010 jährlich 3.000.000 € für die Beratung der Landwirte zur Umsetzung der WRRL, ob da die Kosten den Nutzen fördern ist zumindest fraglich.

Und auch der WLV (westfälisch-lippischer Bauernverband) bekommt Geld für diese Beratung und zusätzlich noch Geld von den Wasserversorgern aus den Kooperationsvereinbarungen zwischen den landwirtschaftlichen Verbänden und den Unternehmen. Herausgekommen ist aus dieser Finanzierung bisher die erwähnte Verschiebung auf das Jahr 2027.

Bericht zu Feldrainen

PM landwirtschaftliches Wochenblatt zu Feldrainen

Unsere Meinung:

Richtig! Gemeinden und Landwirte müssen ihr Verhalten zu Gunsten der Natur ändern! Allerdings scheint es sich bei den Flächen, die Landwirte unbefugt bewirtschaften nicht um kleine Einzelfälle zu handeln? Hat doch der Kreis Coesfeld eine Fläche von 200 ha berechnet. In den anderen Kreisen steht diese Berechnung noch aus, aber wir glauben, es handelt sich um viele Hektar, die der Natur entzogen werden.

Außerdem hat auch das landwirtschaftliche Wochenblatt einen wichtigen Hinweis vergessen. Der Landwirt, der Flächen bearbeitet, die ihm nicht gehören, verschafft sich einen Geldwert-Vorteil und dieser Gewinn müsste eigentlich extra versteuert werden.

Professur von Tierschützern gekauft

Unsere Meinung:

Dieser Artikel ist ja an Dreistigkeit nicht mehr zu übertreffen. Eine Branche wie die Landwirtschaft, deren Funktionäre nachweislicht mit der Lebensmittelindustrie, den Banken und der Agrochemie intensiv verbandelt sind, die sich Imagekampagnen wie „die Pflanzenschützer“ von der Agrochemie bezahlen lassen, die die Beeinflussung durch die Agroindustrie schon in ihren berufsbildenden Klassen zulassen, hat es gerade nötig davon zu sprechen, dass man sich Professuren kaufen kann und das von Unabhängigkeit der Wissenschaft nicht die Rede sein kann! Was ist dagegen zu sagen, dass gesellschaftlich relevante Trends untersucht werden?

Abwasserpilz

Unsere Meinung:

Das einzige, was zu diesen Artikel noch zu sagen bleibt ist ein Kommentar zu den Einlassungen des WLV-Pressesprechers: einfach nur dumm.

 

Bayer AG übernimmt proplanta

Unsere Meinung:

Hier wird der Bock doch zum Gärtner gemacht, Bayer will die effiziente Beratung der Landwirte jetzt auch im IT-Bereich übernehmen. Wohin diese Beratung gehen wird, ist für uns unschwer zu erkennen. Bayer als der weltweit größte Produzent von Spritzmittel aller Art, wird schon dafür sorgen, dass seine Aktionäre mit den Gewinnausschüttungen zufrieden sind. Das Wohl der Landwirte oder gar die Gesundheit der Menschen und das Überleben der Natur wird da wohl eine sehr untergeordnete Rolle Spielen.

Besonders interessant an diesem Artikel ist er letzte Abschnitt, da relativiert Bayer selbst die eigenen Aussagen in diesem „Werbeblock“.

Ein bezeichnendes Beispiel für die Handlungsweise der Bayer AG ist die Klage zusammen mit Syngenta gegen die EU-Kommission. Die beiden Konzerne wollen mit dieser Klage erreichen, dass das Verkaufsverbot für bienengefährdende Pestizide wieder aufgehoben wird.

Sollte es den Wirtschaftsgiganten gelingen, Europa in die Knie zu zwingen, wäre das eine Katastrophe für den weltweiten Bienenbestand. Bayer and Co. stellen ihre Profite vor das Wohlergehen der gesamten Erde.

 

Bioschweine

Unsere Meinung:

Die Gründe für den Boom beim Biofleisch werden hier genannt, doch sind es die richtigen? Sind es nicht vielmehr die vielen Fleischskandale in den letzten Jahren, die zahlreichen Berichte über die Massentierhaltung und deren Folgen und letztlich auch der Wunsch mit dem eigenen Körper besser umzugehen?

Doch das dem Landwirt Alternativen zu seiner Produktionweise aufgezeigt werden und damit vielleicht auch Wege aus der Sackgasse der Überproduktion und des Preisverfalls bei konventionell erzeugten Lebensmitteln, sieht man in diesem Bericht nicht. Eher wird vor den hohen Investitionen gewarnt und vor mangelnden Vertriebswegen.

Eine Warnung für junge Landwirtsfamilien bei Millioneninvestitionen in große Mast- oder Zuchtlagen hat man umsonst gesucht. Wo waren die Bedenken, sich auf die Abhängigkeit vom Weltmarkt einzulassen, auf Preisspekulationen für Lebensmittel an den internationalen Börsen oder auf die Abhängigkeit von politischen Entscheidungen wie Einfuhrembargos für bestimmte Länder? Die haben die betroffenen Landwirte wohl nie gehört.

Fakt ist aber auch, an dem Boom der Biolebensmittel verdienen jetzt Bauern aus anderen Ländern!

 

Bundesregierung und Anstieg des Pflanzenschutzmitteleinsatzes

Unsere Meinung:

Das ist ja schon eine ziemlich Unverschämtheit, was die Regierung da zum Einsatz von s.g. Pflanzenschutzmitteln zu sagen hat. Die Regierungsmitglieder kennen wohl die Aussagen ihrer eigenen Behörde zu diesen Mitteln nicht? Umweltgefährlich, gesundheitsschädlich, kann das Kind im Mutterleib schädigen, krebserregend, kann Organe schädigen, kann Allergien auslösen, kann beim Eindringen in die Atmungsorgane tödlich sein, verursacht dauerhaft Schäden am Wasser, schädigt Nutzinsekten, Bienengefährlich usw. usw. das sind nur einige der zahlreichen Aussagen zu den Spritzmitteln.

Und dabei beziehen sich diese Aussagen immer nur auf ein Mittel, was aber passiert, wenn ein ganzer Cocktail auf Flächen aufgebracht wird, dass weiss keiner? Aber nicht umsonst wurden wohl 2003 von Bund und Ländern die Rückstandsmessungen für Pflanzenschutzmittel eingestellt – wußte man vielleicht schon damals, dass man dieses Problem nicht mehr beherrschen kann?

 

Bundesregierung und Filtererlass

Unsere Meinung:

Das wird aber auch Zeit, dass auch von Seiten der Regierung auf die Belastungen durch die Landwirtschft reagiert wird. Das Lamentieren von Seiten der Landwirtschaft über steigende Investitionskosten können wir dabei nicht mehr hören. Wer trägt denn die Folgen der „modernen“ Produktionsweise der Landwirtschaft mit, wie werden die EU-Subventionen für die Landwirte finanziert, wer wird für die Beseitigung der Folgen finanziell haften, wer trägt die zunehmenden Gesundheitskosten, wer zahlt die Investitionen in neue Reinigungsstufen bei den Kläranlagen – doch wohl die Allgemeinheit und damit wir alle.

Und im Übrigen setzt die Bundesregierung wohl doch nur gezwungener Maßen EU-Recht um, droht doch eine Klage von Seiten der EU wegen der Feinstaubbelastung.

 

Hofabwässer in Verdacht

Unsere Meinung:

Wir fragen uns zu diesem Artikel, wie weit dürfen eigentlich die Landwirte noch die Gewässerbelastungen vorantreiben ohne das ihnen jemand Einhalt gebietet? Jetzt sind es nicht nur Gülle, Pestizide und Dünger, die in die Gewässer gelangen, sondern auch noch Sicker- und Sillagesäfte, weil damit unsachgemäß umgegangen wird. Und wir fragen uns auch, was ist denn hier im Kreis Steinfurt, ist die Kreisverwaltung nach den Informationen aus dem Kreis Borken schon tätig geworden?

Die Gewässer sind schon jetzt in einem schlechten Zustand, weisen hohe Nitratwerte auf und werden durch steigende Tierzahlen, steigenden Umsatz an Pestiziden und Dünger und steigende Güllemengen immer mehr belastet. Jetzt wird ihnen auch u.a. noch vermehrt der Sauerstoff durch den Eintrag dieser Rückstände entzogen, dass tötet auf die Dauer nicht nur in unseren Gewässern jegliches Leben, es bleibt auch nicht ohne Folgen für das Weltnaturerbe Wattenmeer.

 

Nur BIO auf ev. Kirchentag zugelassen

Unsere Meinung:

Das nennen wir eine gute, weise und nachhaltige Entscheidung der evangelischen Kirche!

 

Nutzrierrassen bedroht

Unsere Meinung:

Auch das ist eine Folge der industrialierten Landwirtschaft, in der Nutztiere den Haltungs- und Produktionsbedingungen angepaßt wurden. Leistungszucht oder vielleicht doch eher Qualzucht war das Stichwort der letzten Jahrzehnte. Herausgekommen sind dabei:

  • Hühner, die entweder nur zur Mast oder zum Eierlegen geeigent sind – die Folge: jährlich werden über 50 Mio. Küken geschreddert, vergast oder verbrannt.

  • Oder Schweine, die in kürzester Zeit durch Turbogewichtszunahme ihr Schlachtgewicht erreicht haben und damit nicht einmal mehr eine Lebenserwartung von 12 Monaten haben. Deren Knochentwicklung der Gewichtszunahme nicht folgen kann, was zu Gelenkproblemen und Schmerzen führt.
  • Oder Sauen, die über zwanzig Ferkel pro Wurf bekommen und doch weiter für deren Ernährung nur 14 Zitzen zur Verfügung haben
  • Oder Kühe, deren gesamte Nahrungsaufnahme in die Milchproduktion geht und die dann wie dürre Gestelle auf der Weide – ach nein heute ja meist nur im Stall stehen
  • Oder Puten, die nur auf die Entwicklung des Brustfleisches gezüchtet wurden und die dann gar nicht mehr in der Lage sind das Gewicht der eigenen Brüste zu tragen

Alte Tierrassen dagegen gehörten in eine bestimmte Region, waren angepaßt an die dortigen Gegebenheiten, sind oft viel widerstandsfähiger und deren Fleisch ist zwar marmoriert, was der Verbraucher ja angeblich nicht will, aber dadurch auch sehr viel schmackhafter.

 

Pflanzenschutz, kaum Wissen, viel Gefühl

Unsere Meinung:

Da ist es wieder, das alte Vorurteil, der Verbraucher hat keine Ahnung, läßt sich von seinen Gefühlen leiten. Da fragen wir uns doch eher, von wem wird das BfR geleitet? Von ihrer eigentlichen Aufgabe, die Menschen in diesem Land vor Schaden zu bewahren? Oder eher von dem was die Industrie so vorgibt? Wir haben uns auf jeden Fall schon oft über Aussagen dieses Bundesinstitutes für Risikobewertung gewundert.

Wir empfinden diese Äußerungen immer wieder als „Schönrederei“.

Wenn in den offiziellen Datenblättern zu den 1.497 in Deutschland zugelassenen Spritzmitteln Aussagen enthalten sind wie:

  • Umweltgefährlich, gesundheitsschädlich, kann das Kind im Mutterlaib schädigen, krebserrend, kann Organe schädigen, kann Allergien auslösen, kann beim Eindringen in die Atmungsorgane tödlich sein, verursacht dauerhaft Schäden am Wasser, schädigt Nutzinsekten, Bienengefährlich usw. usw. zu finden sind

und wenn zu allen glyphosathaltigen Spritzmitteln Aussagen enthalten sind wie:

  • umweltgefährlich, enthält Formaldehyd (nachweislich krebserregend) oder darf bei Androhung einer Strafe von 50.000 € nicht an Oberflächengewässern eingesetzt werden

Dann können wir die Reaktionen und auch die Gefühle der Verbraucher sehr gut verstehen!

 

32.000 Trecker zugelassen

Unsere Meinung:

Das verwundert uns als Verbraucher doch sehr. Ständig liest man in den Medien, wie schlecht es den Bauern geht, wie hoch z.B. der Preisverfall bei Milch und Schweinen ist, wie schlecht sie sich von der Gesellschaft verstanden fühlen? Immer lauter werden die Forderungen nach einem finanziellen Ausgleich für diese Einkommensverluste. Da staunt man als Leser dieses Artikels schon sehr, wenn von der „hohen Zahl an neuen Traktoren in 2015 die Rede ist, die Indikator für die gute Stimmung und die Zukunftserwartungen der Landwirte sind“.

Doch vielleicht muss man sich auch nicht wundern, wenn man gleichzeitig woanders lesen kann, dass die Landwirte alleine im Münsterland über 127 Mio.€ Subventionen aus der EU erhalten haben. Da fragen wir uns nur, wer hat denn da den neuen Traktor finanziert?

Und wir fragen uns auch, wie verkraften eigentlich die Wirtschaftswege, die ja eigentlich für die alten, kleinen Trecker gebaut wurden, die Mehrbelastung der zunehmender landwirtschaftlichen Verkehre und wer zahlt in Zukunft deren Instandsetzung?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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