Neu: Bauernregeln

11.02.2017

Der Sturm im Wasserglas wird zur Posse:

Die Ministerin knickt vor der Bauernlobby ein und nimmt die geplante Plakataktion zurück, dabei hätten wir noch einen Vorschlag für eine neue Bauernregel gehabt:

“Über Hendricks Umweltreime freuen Hühner sich und Schweine”

Aber eins hat die Minsterin trotzdem erreicht und zwar mit Hilfe der “Wutbürger aus der Landwirtschaft und ihren Verbänden” – sehr viel Öffentlichkeit! Sogar eigentlich CDU-nahe Zeitungen haben kritische Berichte über die völlig überzogene Reaktion der Bauern veröffentlich:

Bericht aus der faz:

“Harmlose Verse reichen, und maßloser Zorn gegen „Eliten“ bricht unter Bauern und Union aus”.

faz-Kommentar Bauernregeln

Aber einen Vorteil hat die “Moderne Medienwelt”, was einmal veröffentlich wurde, kann man nicht mehr zurückholen!

Spannend in diesem Zusamenhang sind auch die Kosten: 1,6 Mio. € soll die Kampagne gekostet haben. Ein Betrag, den man aber vernachlässigen kann, wenn man gleichzeitig sieht, dass die Tierwohlkampagne von Schmidt 70 Mio. € kosten soll. Lesen Sie dazu den Kommentar des WDR:

Kommentar WDR Tierwohl

Der Sturm im Wasserglas – etwas Schmunzeln

Das Bundesumweltministerium hat in einer Kampagne neue Bauernregeln aufgestellt:

http://www.neue-bauernregeln.de/

Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein

Gibt’s nur Mais auf weiter Flur, fehlt vom Hamster jede Spur

Zu viel Dünger auf dem Feld, geht erst ins Wasser, dann ins Geld

Haut Ackergift die Pflanzen um, bleiben auch die Vögel stumm

Zu viel Dünger, das ist Fakt, ist fürs Grundwasser beknackt

Ohne Blume auf der Wiese, geht’s der Biene richtig miese

Stehn im Stall zu viele Kühe, macht die Gülle richtig Mühe

Gibt’s nur eine Pflanzenart, wird’s fürs Rebhuhn richtig hart

Wenn alles so bleibt, wie es ist, kräht bald kein Hahn mehr auf dem Mist

Strotzt der Boden vor Nitraten, kann das Wasser arg missraten

Bleibt Ackergift den Feldern fern, sieht der Artenschutz das gern

 

Die Landwirte zeigen wenig Humor, fühlen sich diffamiert und angegriffen. Ein altes Sprichwort sagt dazu:

 

Getroffene Hunde bellen!

 

Doch waren die oft zitierten alten Bauernregeln den neuen nicht durchaus ähnlich?

http://www.bauernregeln.net/natur.html

Wer arm werden will und weiß nicht wie, der halte nur viel Federvieh.

Bienen und Schafe ernähren den Mann im Schlafe.

Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu.

Hasen die springen, Lerchen die singen werden sicher den Frühling bringen.

Kuckusruf und Nachtigall – Sommer ist es überall.

Schwärmt die Biene schon im Mai, gibt es ganz bestimmt viel Heu.

Wenn eine Amsel im Haus, so bleibt der Blitz daraus.

Wenn im Februar die Lerchen singen, wird’s uns Frost und Kälte bringen.

Gibt’s im Frühjahr viel Frösche, so geraten die Erbsen.

Hüpfen Eichhörnlein und Finken, siehst Du schon den Frühling winken.

Grasmücken, die fleißig singen, wollen uns das Frühjahr bringen.

Seit die Bauern sich nicht mehr an die 10 Gebote halten, hält Gott sich nicht mehr an die Wetterregeln.

Schlachtet der Bauer eine Henne, so ist die Henne krank oder der Bauer.

 

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