Gewässerschutz am Beispiel von Uferrandstreifen

06.02.2017

Aktion zum Schutz unserer Gewässer:

Im Moment kann man wieder überall beobachten wie Gülle auf die Felder aufgebracht wird. Doch werden dabei die gesetzlichen Vorgaben beachtet? Werden die Schutzstreifen an den Gewässern eingehalten, um eine weitere Gewässerbelastung zu verhindern? Mindestens 1 m Abstand zur Böschungsoberkante müssen die Landwirte eigentlich einhalten.

Hier ein paar Beispiele, wie mit dieser Vorschrift umgegangen wird:

-1m Schutzstreifen

Acker Kampweg

Acker Westerweg

Einleitung 2

Einleitung am Schulenburger Weg

milchige Brühe neben der EinleitungAcker Kampweg

Gewässer unter der Hanglage 1Hanglage 1Graben-Nordwalde vMais bis am die GK

Maisacker Schuleburger Weg

Maisacker Schulenburger Weg 2

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Das sind nur 3 von 27 gemachten Fotos in Ladbergen. Das Ergebnis eines 2-stündigen Spazierganges!

Machen Sie auch solche Beobachtungen? Schicken Sie uns doch ihre Fotos.

Vielleicht gelingt es uns gemeinsam, die Landwirte, die Landwirtschaftskammer und die Kreisverwaltung auf dieses Problem aufmerksam zu machen.

 

Gemeinsam für mehr Gewässerschutz!

Wir fordern einen besseren Gewässerschutz in NRW

Für den Gewässerschutz ist die Einhaltung von Schutzzonen bei der Bewirtschaftung von Feldern besonders wichtig.

Bei der Aufbringung von Pflanzenschutzmitteln, Dünger und Gülle kommt es oft zu Gewässerbelastungen, weil diese Schutzzonen nicht eingehalten werden.

Eigentlich gibt der Gesetzgeber im Wasserhaushaltsgesetz ganz klare Vorgaben für die Uferrandstreifen. Es muss ein Abstand von 5 m zwischen der Feldbewirtschaftung und dem Gewässer eingehalten werden. Wenn der Acker eine Hanglage aufweist, muss dieser Abstand sogar 10 m und mehr betragen.

Laut Broschüre der Landwirtschaftskammer NRW ist dieser Abstand in NRW auf 1 m verringert worden.

Wir fragen hier deutlich, warum?

Wie will die Landesregierung den Gewässerschutz garantieren, wenn mit solchen Änderungen die Belastungen vorangetrieben werden?

Geht man mit offenen Augen durch die Münsterländer Landschaft so stößt man immer wieder auf eklatante Beispiele dafür, dass nicht einmal 1 m Abstand eingehalten werden. Die folgenden Bilder stellen das beeindruckend dar:graben-nordwalde-v

Wie im Gewässer deutlich wird, bleiben die Nährstoffeinträge aus der in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Hähnchenmastanlage nicht ohne Folgen für das Gewässer. Daneben wird deutlich, dass von einer Einhaltung der Schutzzone hier keine Rede sein kann. Die Belastung des Gewässers erfolgt also nicht nur aus der Feldbewirtschaftung, sondern auch aus den Abluftkaminen der Anlage. 3

Wie Gewässer aussehen, die von solchen Einträgen betroffen sind, zeigen die folgenden Bilder in eindrucksvoller Weise. Durch die Einträge kommt es zum Sauerstoffabbau und jedliches Leben stirbt!

bachsohle

Was auf den folgenden Bildern in den Bach eingeleitet wird, wissen wir nicht? Aber gut für das Gewässer wird es kaum sein:

einleitung-1

einleitung-2

Und noch ein eklatantes Beispiel. Die verlangte Minimalforderung von NRW (1 m) wird nicht eingehalten und deutlich zu sehen ist, dass Wasser sucht sich mit allen Auswaschungen seinen Weg ins Gewässer:

auswaschung

1 m Schutzzone eingehalten?

1m-schutzstreifen

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