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Uns droht eine Wasser-Katastrophe

Unsere Gewässer im Münsterland erreichen schon seit langem die Grenzwerte für Nitrat, Herbizide (Glyphosat), Pestizide, Antibiotika und andere pharmazeutische Substanzen. Ursache sind Megaställe mit tausenden von Tieren, die dort qualvoll vegetieren, und die aggressive Ausbeutung der Anbauflächen.

Doch niemand erzählt uns das! Es steht in keiner Zeitung, aus den Rathäusern dringt kein Wort. Versucht man als Normalbürger, an relevante Zahlen zu kommen, so findet man sich in einem undurchsichtigen Datendschungel wieder. Und wenn eine Grenzwertüberschreitung offensichtlich und scheinbar unumkehrbar ist, z.B. bei Nitrat, werden die Grenzwerte willkürlich erhöht. Aber selbst die viel zu hohen Grenzwerte für Nitrat werden in großen Teilen des Kreises Steinfurt aktuell deutlich überschritten.

Wir fordern: 

  • einen verantwortlichen Umgang mit der lebensnotwendigen Ressource Wasser:
  • Klare Regeln bis hin zu Verboten für das Ausbringen von Gift- und Schadstoffen auf unsere Böden.
  • Mehr Transparenz: Wer bringt wann und was auf den Böden aus und wie stark werden die umliegenden Gewässer dadurch belastet?
  • Empfindliche Strafen bei Verstößen gegen den Wasserschutz.
  • Keine Sozialisierung der Investitionskosten für die Schadensbehebung sondern Anwendung des Verursacherprinzips: Wer verdreckt, der zahlt dafür.

Es gibt nur eine Erde, unser Wasser aus dem Münsterland erreicht auch Eure Flüsse und Meere!

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat die BI eine Petition an die Bundesumweltministerin und den Landesumweltminister von NRW ins Internet gestellt. Wenn Sie sich beteiligen wollen, können Sie die Petition unter dem folgenden link:

https://www.change.org/de/Petitionen/die-ressource-trinkwasser-sch%C3%BCtzen-endlich-eu-recht-einhalten

oneline unterschreiben. Sie können sich aber auch die Unterschriftlisten herunterladen, in Ihrem Umfeld Unterschriften sammeln und uns zuschicken. Auf jeden Fall bedanken wir uns schon jetzt für Ihre Unterstützung!

Demonstration in Wietze

Demonstration in Wietze

Bundesweiter Aktionstag in Wietze

Am 31.08.machten sich 52 Bürger aus dem Kreis Steinfurt auf, um am Aktionstag in Wietze (Niedersachsen) teilzunehmen. Zusammen mit über 7.000 Menschen umzingelten sie

Europas größten Geflügelschlachthof. 430.000 Hühner sollen dort täglich geschlachtet werden und der Bau wurde mit 6,3 Mio. € Steuergeldern subventioniert. Dieser Megaschlachthof ist ein Symbol  für die Agrar- und Lebensmittelindustrie und steht wie kaum ein anderer Ort für deren Praktiken:

Megaställe, die bäuerliche Landwirtschaft verdrängen und Anwohner, ganze Regionen und Umwelt belasten! Tiere, die auf viel zu engem Raum und mit Hilfe von Antibiotika qualvoll gehalten werden! Bauern, die keine fairen Preise für ihre Produkte erhalten und von der Agrarindustrie verdrängt werden! Fleisch, das in Überschüssen produziert und zu Dumpingpreisen in die Länder des Südens exportiert wird, wo es kleinbäuerliche Märkte zerstört! Menschen, die in Schlachthöfen zu Dumpinglöhnen und unsozialen Bedingungen arbeiten! Futter, das vielerorts in Monokulturen angebaut wird und in Lateinamerika zu Landkonflikten führt! Gülle, die Böden und Trinkwasser verseucht! und Essen, dem wir nicht mehr vertrauen können!